Soziales Lernen im Unterricht

Soziales Lernen in der Schule dient unter anderem dazu, mit den Schülern und Schülerinnen ins Gespräch zu kommen, ihnen bei Probleme zu helfen, Alternativen aufzuzeigen und Lösungsansätze gemeinsam zu erarbeiten. Dabei fördert Soziales Lernen in erster Linie die soziale Kompetenz der Lernenden. Indem sie lernen, aufeinander Rücksicht zu nehmen, Kompromisse zu schließen, die eigene Meinung sachlich zu vertreten oder im Team zusammenzuarbeiten, werden ihnen Werte und Normen vermittelt, die ihnen als erwachsene Menschen helfen, sich mit der Umwelt zu verständigen.

Besonders bedeutend ist Soziales Lernen, wenn die Schüler und Schülerinnen die Grundschule verlassen und eine weiterführende Schule besuchen. Aufgrund der neuen Klassensituation befinden sie sich in einem Kennlernprozess, indem jeder Einzelne seinen Betrag zu einer positiven Gruppenentwicklung leisten muss. Um ein gutes Arbeits- und Sozialklima zu schaffen, sollten Regelungen ausgehandelt werden. Jedoch ist zu beachten, dass es nicht empfehlenswert ist, eine neue Lerngruppe bereits innerhalb der ersten Tage mit Regeln und Sanktionen zu konfrontieren. Den Schülern muss die Möglichkeit des ersten Kennenlernens gegeben werden. Zudem sollte es der Lehrkraft ermöglichkt werden, zu beobachten, wie die Lerngruppe kooperiert, um geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Somit können beispielsweise gemeinsam Regeln erstellt werden, die dem Sozial- und Arbeitsverhalten der Klasse entsprechen.

Damit die Schüler und Schülerinnen die Notwendigkeit von Klassenregeln erkennen, habe ich bereits während des Referendariats ein Mystery erstellt, dass die Grundlage für die gemeinsame Erarbeitung der Klassenregeln bildete und somit dem Sozialen Lernen zugeordnet werden kann:

Stundenverlauf

Einstiegsfolie und Arbeitsaufträge

Ein neues Schuljahr beginnt_Einleitung Mystery

Mystery

Hilfefragen

Arbeitsblatt_Expertengruppe

Die kleine Schraube_Arbeitsblatt

Für die spielerische Gestaltung des Sozialen Lernens im Unterricht ist Rosemarie Portmanns Buch „Die 50 besten Spiele für mehr Sozialkompetenz“ empfehlenswert. Lernen in einer Klasse Schüler und Schülerinnen aus verschiedenen Kulturen, dann ist das Buch „Interkulturelle Spiele für die Klassen 5 bis 10“ von Helmolt Rademacher und Maria Wilhelm hilfreich, denn ihre Spiele beziehen sich unter anderem auf die Selbsteinschätzung und Fremdwahrnehmung und sind gegen Vorurteile und kulturelle Missverständnisse sowie gegen Ausgrenzung gerichtet, sodass Fremdheitserfahrung, Kommunikation und Konfliktbearbeitung gefördert werden.

 

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